Mehrere Karten-Layer gleichzeitig, endlich lesbar
Wer bisher zwei Kiez-Score-Dimensionen übereinanderlegte, bekam Grün auf Grün: Alle Dimensionen teilten sich eine Farbskala, und ab dem zweiten Layer versank die Karte in einem unlesbaren Linien-Geflecht. Das ist mit diesem Update behoben, und zwar grundsätzlich.
Die Karte folgt jetzt einem festen Regelwerk:
- Jede Dimension hat ihre eigene Farbe. Ruhe & Luft ist blau, Mobilität violett, Versorgung ocker, Wohnschutz petrol, Kultur beere. Grün bleibt dem Gesamt-Score und Grün & Hitze vorbehalten. Innerhalb jeder Farbe gilt weiter: hell heißt niedrige, dunkel hohe Stufe.
- Höchstens zwei Wertkarten gleichzeitig, mit klaren Rollen. Die erste füllt die Fläche. Die zweite erscheint als abgestufte Quadrat-Symbole, ein Quadrat pro Planungsraum, dessen Größe die Stufe zeigt. Ein dritter Wert-Layer ersetzt automatisch den ältesten, denn mehr als zwei liest niemand mehr zuverlässig.
- Quadrat heißt Auswertung, Kreis heißt Ort. Die Symbole sind bewusst eckig: Ein Quadrat steht für einen zusammengefassten Flächenwert, runde Marker und Pins stehen weiterhin für konkrete Orte wie Stationen oder Bibliotheken.
- Gebiets-Layer zählen nicht mit. Milieuschutzgebiete oder Kaltluft-Korridore sagen nur "hier gilt etwas" und legen sich als Flächen darunter. Beide Milieuschutz-Karten plus der Wohnschutz-Score gehen jetzt gleichzeitig.
- Rollen tauschen per Klick. In der Legende macht der Tausch-Pfeil den Symbol-Layer zur Fläche und umgekehrt. Die Einstellung wandert mit in den geteilten Link.
Der Tooltip zeigt beim Überfahren jetzt die Werte aller getroffenen Wertkarten, nicht mehr nur die oberste. Und weil das Publikum der Karte nicht nur aus Menschen mit voller Farbsicht besteht: Die Größen-Staffelung der Symbole trägt die Information auch dort, wo sich Farbtöne unter Rot-Grün-Schwäche annähern. Die Grenzen haben wir mit simulierter Farbfehlsichtigkeit gemessen statt geschätzt.
Nebenbei hat navigator.berlin ein neues Logo: die Berlin-Silhouette als Raster aus Farbquadraten, angelehnt an Gerhard Richters Farbfelder. Die Farben sind reine Dekoration und tragen keine Daten. Wer genau hinsieht, erkennt die Verwandtschaft zu den neuen Karten-Symbolen, das Quadrat-Raster ist jetzt die Formsprache des Projekts.